Nachfolgend beschreibt Michael Wachtendonk von seinem bereits zweiten Hawaii-Triathlon:
"Das Schwimmen im Pazifik war dieses mal etwas welliger als die Jahre davor. Dafür entschädigte ein Delfin-Schwarm, der nach ca. 40min Schwimmzeit unter uns durchgeschwommen ist. Die 3,86km Auftaktdisziplin absolvierte ich in „gemütlichen“ 1:06h. Nach dem Schwimmen führt die Radstrecke über 180km und ca. 1500HM zuerst durch Kailua-Kona und anschließend für ca. 160km durch die Lavafelder an der Westküste der Insel. Hier gilt es vor allem mental fokussiert zu bleiben, keine Zeitstrafen zu kassieren und trotz häufig starkem Wind und direkter Sonneneinstrahlung den Ernährungsplan (allein während des Wettkampfs ca. 15Liter Wasser, Iso-Getränke und Cola, 5 PowerBars und 8 PowerGels sowie ca. 30 Salztabletten) strikt einzuhalten. Krämpfe, Magenprobleme oder sogar massive Kreislaufprobleme wären sonst die Folge. Dieses Jahr stiegen die Temperaturen in den Lavafeldern auf bis zu 39°C, dafür wehte der Wind auf weiten Teilen der Strecke nur mit Windstärke 3-4. Nach 5:05h auf dem Rad folgte der abschließende Marathon. Auch hier blieben die Temperaturen hoch und ich habe m.E. folgerichtig nach den ersten 8km das Anfangstempo von ca. 4:40min/km auf ca. 5:00min/km reduziert. Durch diese defensive Rennstrategie konnte ich den abschließenden Marathon trotz Temperaturen in den hohen 30ern, der hohen Luftfeuchtigkeit von über 80% und des welligen Profils (es gibt keinen wirklich flache Abschnitt auf der Laufstrecke) nach 3:29h beenden. "You are an IRONMAN" rief Mike Reilly, als ich nach 9:47h als 321. (von 1859 Starten) glücklich, zufrieden und letztendlich erschöpft das Ziel erreichte."
