Leistungseinbußen im Schwimmen aufgrund nachlassender Stabilität der Rumpfmuskulatur.
Das Schwimmen im Triathlon mit einer Länge von 500 bis 3800 Metern zählt per Definition zu den Langstrecken im Schwimmen. Das Training findet daher zum Großteil im extensiven und intensiven Grundlagenausdauerbereich, dem sogenannten GA1-Bereich, statt. Neben der Ausbildung der Ausdauer sowie bestimmten Kraftvoraussetzungen, hier insbesondere die Ausprägung der Kraftausdauer, nimmt die Technik eine Schlüsselrolle ein.
In unserem letzten Artikel betonten wir bereits die enorme Bedeutung einer ökonomischen Schwimmtechnik für die schwimmerische Leistung. Untersuchungen hinsichtlich des Geschwindigkeitsverlustes auf längeren Strecken haben gezeigt, dass ein Teil dessen auf eine nachlassende Rumpfstabilität zurückzuführen ist. Die Antriebsleistungen der Arme und Beine werden über den Rumpf übertragen. Lässt die Stabilität in der Rumpfmuskulatur nach, so kann die eingesetzte Kraft nicht mehr optimal für den Vortrieb genutzt werden. Trotz gleichem oder sogar erhöhtem Krafteinsatz lässt die Ökonomie der Schwimmtechnik nach und damit auch die Geschwindigkeit.
Erschwerend für Triathleten und Freiwasserschwimmer kommt im offenen Gewässer hinzu, dass die Athleten ständig ihre Wasserlage aufgrund von Orientierung, Strömungen, Wellengang und Gegnerkontakt flexibel anpassen müssen. Die Rumpfmuskulatur ist daher bei Freiwasserwettkämpfen in besonderem Maße gefordert.
Berücksichtigen Sie in Ihrem wöchentlichem Trainingsplan deshalb auch stets das Training der sogenannten allgemeinen Athletik. Dieser Bestandteil eines effizienten Trainings wird sich nicht nur in besseren Schwimmzeiten niederschlagen, sondern ist auch in den beiden anderen Disziplinen des Triathlons von großer Bedeutung. Zudem sollte das Athletik-Training hinsichtlich einer Verletzungsprophylaxe fester Bestandteil des Trainingsplanes werden.